14. Oktober 2026
Kampagne: Versorgung braucht Zukunft

Unser regionaler Beitrag zur bundesweiten Kampagne des Deutschen Pflegerates #DeutschlandWelchePflegeWillstDu
Immer mehr Menschen brauchen Pflege und Unterstützung. Gleichzeitig verunsichern die geplanten Veränderungen in der Pflegereform ambulante Dienste, Tagespflege, Angebote zur Alltagsunterstützung und pflegende Angehörige.
Versorgungssicherheit ist keine Selbstverständlichkeit!
Der Deutsche Pflegerat (DPR) stellt mit der bundesweiten Kampagne #DeutschlandWelchePflegeWillstDu die gesellschaftliche Frage nach der Zukunft der Pflege. Das Pflegebündnis Mittelbaden greift diese Initiative auf und ergänzt sie um den regionalen Aspekt: #VersorgungBrauchtZukunft
Unser zweiter Hashtag verbindet die Frage der bundesweiten Kampagne mit unserem politischen Zielt, die Versorgungssicherheit für die Menschen vor Ort in Mittelbaden. Unser Beitrag steht für sich und richtet sich an der Dachkampagne des DPR aus.
Und darum geht es uns …
Die geplanten Änderungen bei Entlastungsleistungen, Sozialraumbudget, Verhinderungspflege und Pflegebegleitung können die wirtschaftliche Tragfähigkeit bestehender Angebote beeinflussen. Wie groß die Auswirkungen sind, hängt vom endgültigen Gesetz, von den Ausführungsregelungen und von den regionalen Strukturen ab.
Wir behaupten deshalb nicht, dass Angebote bereits weggefallen sind. Wir fordern, dass mögliche Folgen transparent geprüft werden und dass es verlässliche Übergänge gibt, bevor tragfähige Angebote gefährdet werden. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die auf Versorgung angewiesen sind, nicht allein die Interessen der Einrichtungen.
Unsere Forderungen
- Reformfolgen transparent prüfen. Die Auswirkungen auf Pflegebedürftige, Angehörige, Beschäftigte und Leistungserbringer müssen vor Inkrafttreten nachvollziehbar bewertet werden.
- Professionelle Angebote sichern. Ambulante Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft und Alltagsbegleitung brauchen tragfähige Rahmenbedingungen.
- Tagespflege stärken. Ihre finanzielle Zugänglichkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit müssen gewährleistet sein.
- Angehörige wirksam entlasten. Entscheidend ist, welche Hilfe vor Ort tatsächlich verfügbar und bezahlbar ist.
- Pflegeprofession beteiligen. Fachliche Verantwortung braucht Kompetenzen, Entscheidungsräume und Einfluss auf Strukturen.
- Sektorenübergreifend planen. Kommunale, ambulante, teilstationäre, stationäre, klinische und rehabilitative Angebote müssen zusammen gedacht werden.
- Gesellschaftliche Verständigung ermöglichen. Über Qualität, Umfang, Finanzierung und Gerechtigkeit der Versorgung muss öffentlich diskutiert werden.
Unsere Fragen an die Politik
- Wer kommt noch zu mir nach Hause?
- Ist Hilfe im Alltag künftig noch bezahlbar?
- Wer fängt auf, was die Tagespflege leistet?
- Wer entlastet die, die täglich pflegen?
- Mehr Pflegebedürftige, weniger Versorgung?
- Warum wird über Versorgung ohne die Praxis entschieden?
Von Mittelbaden in die Region und ins Land
Die Kampagne startet in Mittelbaden und im Ortenaukreis. Wir möchten sie gemeinsam mit weiteren Partnern ausweiten und streben dafür die Zusammenarbeit mit dem Pflegebündnis TechnologieRegion Karlsruhe sowie mit dem Landespflegerat Baden-Württemberg und den dort organisierten Pflegeberufsverbänden an. Entsprechende Vereinbarungen stehen noch aus.
Sie arbeiten in der Pflege, sind Angehörige oder Angehöriger, oder Ihre Einrichtung möchte die Kampagne unterstützen? Machen Sie mit, teilen Sie unsere Beiträge und nehmen Sie Kontakt mit uns auf: p.koch@pflegebuendnis-mittelbaden.de
Und verwenden Sie die beiden Hashtags: #DeutschlandWelchePflegeWillstDu und #VersorgungBrauchtZukunft



