9. März 2026
Landtagswahl: Pflegepolitik muss Priorität haben

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist entschieden. Vieles spricht dafür, dass die bisherige Koalition aus Bündnis 90/Die Grünen und CDU ihre Zusammenarbeit fortsetzt. Jetzt geht es darum, dass die etablierten Parteien sichtbar handeln – besonders in der Pflege.
Die bisherige Koalition scheint auch künftig die Geschicke des Landes zu lenken. „Es ist erfreulich, dass die etablierten Parteien eine Mehrheit erreicht haben. Dennoch zeigt das starke Abschneiden der AfD, dass viele Bürger daran zweifeln, dass die Politik zentrale Probleme noch wirksam löst“, sagt Peter Koch, Vorsitzender des Pflegebündnisses Mittelbaden, anlässlich des gestrigen Wahlausgangs in Baden-Württemberg. Gleichzeitig gratuliert er allen Gewählten zu ihrem Amt, freut sich auf die Zusammenarbeit und wünscht den Gewählten ein allzeit glückliches Händchen.
Koch fordert die neu gewählten Landtagsabgeordneten auf, jetzt zügig zu handeln, besonders in der Pflege, wo politische Entscheidungen direkt die Menschen betreffen. „Pflege ist für viele längst zu einer existenziellen Frage geworden. Angehörige kämpfen mit steigenden Eigenanteilen, die Pflegeplatzsuche gestaltet sich zunehmend schwieriger und die zukünftige Versorgung ist unsicherer denn je“, erklärt Koch.
Pflegebedürftigkeit darf kein Armutsrisiko werden
Das Pflegebündnis Mittelbaden fordert daher, die Begrenzung der Eigenanteile ganz oben auf die politische Agenda der neuen Regierung zu setzen. Zudem muss das Land wieder verlässlich in die Investitionskostenförderung einsteigen. Gleichzeitig sind strukturelle Reformen mehr als nötig.
Das Pflegebündnis unterstützt daher die Forderungen des Landespflegerates (LPR) Baden-Württemberg:
- Stärkung der strukturellen Verankerung der Pflegeprofession
- Etablierung moderner, sektorenübergreifender Versorgungsmodelle
- Anpassung der Heimbau-Verordnung Baden-Württemberg für den Bau und die Modernisierung dringend benötigter Pflegeplätze
Konkrete politische Entscheidungen in der Pflege nötig
„Die kommende Legislaturperiode entscheidet, ob Baden-Württemberg seine pflegerische Versorgung stabil halten kann“, sagt Koch. Für ihn gilt nach diesem Wahlergebnis mehr denn je: „Vertrauen entsteht nicht duch Ankündigungen, sondern durch konkrete politische Entscheidungen. Es wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, in der Pflege damit zu beginnen!“



